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Die richtige Pflege von Lederbekleidung
Pigmentierte Glattleder:
Pigmentierte oder oberflächengefärbte Glattleder sind Leder, bei denen eine Farbschicht auf der Oberfläche ist. Ein auf diesen Glattledern verriebener Tropfen Wasser perlt ab und dunkelt das Leder nicht. Typisch bei Freizeit-Lederjacken und Motorradbekleidung.
Glattleder sollte 1 – 2 Mal im Jahr mit unserem LEDER FEIN® Leder-Pflege & ImprägnierÖL behandelt werden. Das Leder bleibt dadurch geschmeidig, atmungsaktiv, vor Alterung geschützt und wird neu imprägniert.
LEDER FEIN® Leder-Pflege & Imprägnier- ÖL --> Pflegt und imprägniert Lederbekleidung und Motorradbekleidung. Das Leder bleibt atmungsaktiv. Für alle pigmentierten Glattleder, nicht für Rauleder.
Anwendungsbereich: Für alle Leder mit Narben, NICHT für Rauleder wie Velour und Nubuk. Produktanwendung: Unverdünnt kreisend mit Lappen oder Schwamm sparsam auftragen.
Die richtige Lagerung von Lederbekleidung
Lederbekleidung und Lederschuhe sollten immer luftig gelagert werden. Lederbekleidung sollte nicht gestaucht aufgehängt werden, und Schuhe sollten mit Schuhspanner aufbewahrt werden. Auf keinen Fall in Plastiktüten oder feuchter Umgebung lagern. Leder schimmelt dann sehr schnell und bekommt einen starken Kellergeruch. Helle Leder nicht direkt anliegend an dunkle Leder lagern. Sonst besteht Gefahr, dass die hellen Leder verfärben.
Knicke und Falten in Lederbekleidung
Manchmal ist Lederbekleidung beim Auspacken aus dem Reisekoffer oder durch falsche Lagerung stark zerknittert, oder Falten sind deutlich sichtbar. Häufig reicht es schon aus, die Falten mit einem Haarfön zu erwärmen und das Leder glatt zu ziehen. Evtl. danach noch etwas aushängen lassen.
Sollte das nicht reichen, können Sie das Leder auch bügeln. Nicht zu heiß, nicht mit Dampf, niemals feuchte Leder! Ein Tuch oder noch besser ein beschichtetes Backpapier (mit der Beschichtung zur Lederseite hin!) beim Bügeln dazwischen legen. Mit Backpapier spürt man besser, wie glatt das Leder unter dem Papier liegt.
Falten, die bei ausgelassenen Ärmeln oder Hosenbeinen sichtbar werden, sind meist nicht entfernbar.
Steife Lederbekleidung
Es gibt mehrere Gründe, warum Lederbekleidung zu steif sein kann. Entweder ist ein Leder aufgrund des Alters steif geworden, oder es ist nass geworden oder schon als Neuleder in der Produktion erst gar nicht weich produziert worden. Steif aufgrund von Alterung: Leder werden bei langer Lagerung mit der Zeit fester. Die durch die Herstellung in das Leder eingetragenen Fette und Wasser trocknen aus und machen das Leder unbeweglicher. Außerdem "verklebt" die Lederfaser, weil das Leder nicht mehr bewegt wird. Außer der regelmäßigen Pflege hält auch die Bewegung durch Gebrauch Leder weich. Verschmutzte Leder sollten dann entsprechend der Waschanleitung komplett gereinigt und danach gepflegt werden. Durch die Rückfettung des Waschmittels, die zusätzlich rückfettende Pflege und das "Walken" im Trockner oder per Hand wird das Leder dann wieder weicher. Saubere Leder sollte man erst ohne Komplettreinigung versuchen weicher zu bekommen. Pigmentierte Glattleder pflegen Sie dann mit dem Leder Pflege & Imprägnier Öl ein. Das frisch eingepflegte Leder dann ohne Warmluft kalt ca. 30 Minuten im Trockner laufen lassen. Durch die Rückfettung der Pflegemittel und das Walken im Trockner sollte das Leder weicher werden. Alternativ müssen Sie das Leder nach dieser Pflege mit der Hand walken. Das ist im Vergleich zur Kaltluft im Trockner mühselig. Rauleder sollten eigentlich wieder deutlich weicher werden. Manche alte Militärmäntel aus Rindsleder waren aber schon damals nicht richtig weich. Solche Leder werden dann auch nie weicher als bei der Herstellung. Nasse Leder: Manchmal wird ein Leder durch einen Regenguss richtig nass oder eine Lederbekleidung taucht mit oder ohne Träger richtig ins Wasser ein. Noch nasse Leder immer von alleine auf einem Bügel glatt ziehen und von alleine trocknen lassen. Niemals mit Wärme oder in der Sonne trocknen! Die Behandlung der steifen Leder nach dem Trocknen ist dann identisch wie bei alten Ledern. Wenn das Leder zusätzlich verschmutzt ist, macht eine Komplettreinigung mit anschließender Pflege und Walken Sinn. Ansonsten reicht eine Pflegebehandlung mit anschließendem Walken.
Was sind gute, was schlechte Lederpflegemittel ?
Hausrezepte:
Im Laufe unserer Erfahrungsjahre mit Lederpflegemitteln haben wir schon die abstrusesten Geheimtipps zur Lederpflege gehört, von Nivea-Milch über Vollmilch bis Rizinusöl und Olivenöl haben wir schon alles gehört. Solche Geheimrezepte nutzen den heutigen Ledern nicht viel. Die früher pflanzlich gegerbten Leder im Sattel- und Schuhbereich waren sehr dick und robust. Diese konnten mit fast allem gefettet werden. Die Imprägnierung durch Fett stand im Vordergrund. Bevor das "Geheimrezept" negative Wirkungen zeigen konnte, war die Lebensdauer des Sattelzeugs oder der Schuhe schon beendet. Die heutigen Leder sind dünner, weicher und anders gegerbt. Sie benötigen eine abgestimmte Pflege. Im Fachhandel gibt es die verschiedensten Pflegemittel von unterschiedlichen Herstellern. Im Zweifel sind diese besser als jedes Geheimrezept. Die zerstörende Wirkung von Fetten und anderen Flüssigkeiten, die im Leder ranzig werden, sollte man nicht unterschätzen. Es gibt umfangreiche Studien über die schädliche Wirkung von Nahrungsmittelfetten auf Leder. Pflegemittel im Handel Im Handel gibt es viele verschiedene Pflegemittel in den verschiedensten Preislagen. Welches ist das richtige für Ihr Leder? Kunden sagen uns häufig, dass sie aus Angst vor der falschen Pflege lieber kein Pflegemittel eingesetzt haben. Dieses ist aber der völlig falsche Weg. Auch "billige" Pflegemittel sind i.d.R. besser als keine Pflege. Die Wirkung eines Pflegemittels lässt sich im Zweifel immer an einer verdeckten Stelle vorab testen. Insbesondere neuere Leder werden zu selten gepflegt. Der Handel weist i.d.R. nicht auf die Notwendigkeit hin. Häufig reichen bei neuen Ledern auch günstigere Pflegemittel. Durch eine leichte Einfettung wird die Lebensdauer deutlich verlängert. Handelt es sich um besonders wertvolle Leder, sollte man eher hochwertigere Pflegemittel einsetzen. Synthetische Öle in diesen Pflegemitteln werden nicht ranzig und sind kein Nährboden für Bakterien und Schimmel. Die Lebensdauer wertvoller Leder wird somit noch deutlich verlängert. Pflegeprodukte mit synthetischen Ölen, Fetten und zusätzlichen UV-Filtern sind i.d.R. teurer, aber auch wesentlich wirksamer.
Grauschleier durch Lederpflegemittel
Einige Lederpflegemittel verursachen einen Grauschleier nach dem Trocknen. Dieses kann unterschiedliche Ursachen haben. 1) Durch das Auftragen einer Pflegemilch entsteht nach dem Trocknen ein Grauschleier. Dieser lässt sich problemlos mit einem feuchten Lappen entfernen. Die Ursache solcher Grauschleier liegt im zu dicken Auftrag der Pflegemittel. Neue Leder, insbesondere Autoleder, sind in der Oberfläche noch sehr stark versiegelt. Es dringt nur wenig Pflegemilch in das Leder. Die Pflegemilch trocknet dann auf der Oberfläche. Man sollte in solchen Fällen nur dünne Schichten auftragen. Keine weitere Pflege wäre falsch. Auch eine dünne Schicht pflegt das Leder und schützt es vor Abnutzung und Verschleiß. Sollte es zu solchen Grauschleiern kommen, dann lassen sich diese zum Glück leicht mit einem feuchten Lappen entfernen.
2) Durch das Auftragen der Pflegemilch oder des Lederfetts entsteht nach dem Trocknen durch Biegen und Strecken des Leders ein Grauschleier. Dieser lässt sich auch nicht mit einem feuchten Lappen entfernen. Die Ursachen dieser Grauschleier sind zu wachshaltige Pflegemittel. Man kann dieses ganz einfach mit einem Haarfön testen. Den Fön nicht zu heiß auf das Leder richten. Verschwindet der Grauschleier, dann liegt das am schmelzenden Wachs. Leider verschwindet der Grauschleier nur für kurze Dauer. Nach dem Erkalten entsteht er sofort von neuem.
Fettausschlag
Manchmal bekommt neuere Lederbekleidung nach kurzer Zeit einen gräulichen Schleier, den viele zuerst für Schimmel halten. Insbesondere dunkle Lammleder sind davon betroffen. Das sind dann Restfette aus dem Leder, die durch Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen ausschwitzen. Wenn man einen Fön mit leichter Warmluft auf diese Stellen hält, verschwinden diese vorübergehend. Das Fett schmilzt. Schimmel würde durch Fönen unverändert bleiben. Wasserunempfindliche Leder mit einer Mischung 1:10 aus Leder Waschkonzentrat und Wasser feucht abwischen und nach dem Trocknen mit Leder Pflege & Imprägnier Öl dünn einpflegen.
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